BFH - Urteil vom 22.11.2018
V R 21/17
Normen:
UStG § 3a Abs. 4 Nr. 6 Buchst. a, § 4 Nr. 8 Buchst. h, § 15 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 ; MwStSystRL Art. 135 Abs. 1 Buchst. g, Art. 169 Buchst. a;
Fundstellen:
BB 2019, 277
BFH/NV 2019, 248
BFHE 263, 79
DB 2019, 469
DStRE 2019, 297
DStZ 2019, 171
HFR 2019, 408
UR 2019, 186
Vorinstanzen:
FG Köln, vom 07.04.2017 - Vorinstanzaktenzeichen 8 K 1890/14

BFH, Urteil vom 22.11.2018 - Aktenzeichen V R 21/17

DRsp Nr. 2019/1456

Vorsteuerabzugsberechtigung der deutschen Niederlassung einer US-amerikanischen Investmentberatungsgesellschaft

§ 4 Nr. 8 Buchst. h UStG a.F. bezog sich mit seiner Verweisung auf das InvG nur auf die Verwaltung inländischer Investmentvermögen, nicht aber auch auf ausländische Investmentvermögen, die dem InvG nur in Bezug auf den Anteilsvertrieb unterlagen.

Tenor

Auf die Revision der Klägerin wird das Urteil des Finanzgerichts Köln vom 7. April 2017 8 K 1890/14 aufgehoben und der Umsatzsteuerbescheid 2009 vom 21. Februar 2014 in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 3. Juni 2014 dahingehend geändert, dass ein Vorsteuerabzug in Höhe von ... € zu gewähren ist.

Die Kosten des gesamten Verfahrens hat der Beklagte zu tragen.

Normenkette:

UStG § 3a Abs. 4 Nr. 6 Buchst. a, § 4 Nr. 8 Buchst. h, § 15 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 ; MwStSystRL Art. 135 Abs. 1 Buchst. g, Art. 169 Buchst. a;

Gründe

I.

Die Klägerin und Revisionsklägerin (Klägerin) ist eine Investmentberatungsgesellschaft i.S. des in den Vereinigten Staaten von Amerika (USA) geltenden Investmentberatungsgesetzes. Sie ist in den USA ansässig. Kunden der Klägerin waren US-amerikanische Investmentfonds, bei denen es sich um rechtsfähige Investmentvermögen handelt.