FG München - Urteil vom 29.11.2007
14 K 1722/06
Normen:
AO § 37 Abs. 2 S. 2 ; AO § 46 ; AO § 157 Abs. 2 ; AO § 218 Abs. 2 ; UStG § 17 Abs. 2 ; UStG § 15 Abs. 1 Nr. 1 ;
Fundstellen:
EFG 2008, 587

FG München, Urteil vom 29.11.2007 - Aktenzeichen 14 K 1722/06

DRsp Nr. 2008/4006

Wegfall des rechtlichen Grundes bei späterer Änderung der Bemessungsgrundlage

Tritt ein Leistungsempfänger seinen Vorsteuervergütungsanspruch aus einer umsatzsteuerpflichtigen Lieferung an den Leistenden ab und wird der Vorsteuerabzug nach der Uneinbringlichkeit der Forderung beim Leistungsempfängers gem. § 17 Abs. 2 UStG 1999 berichtigt, führt die Änderung der Bemessungsgrundlage nach § 17 UStG nicht zu einem späteren Wegfall des rechtlichen Grundes für die Auszahlung des Vorsteuerüberschusses gem. § 37 Abs. 2 Satz 2 AO gegenüber dem Zessionar (Leistenden).

Normenkette:

AO § 37 Abs. 2 S. 2 ; AO § 46 ; AO § 157 Abs. 2 ; AO § 218 Abs. 2 ; UStG § 17 Abs. 2 ; UStG § 15 Abs. 1 Nr. 1 ;

Tatbestand:

I.

Streitig ist, ob der Rechtsgrund für die Verrechnung von Vorsteuerbeträgen auf die Umsatzsteuerschuld der Klägerin als Zessionarin i.S. des § 37 Abs. 2 Satz 2 der Abgabenordnung 1977 ( AO ) weggefallen ist.