BFH - Urteil vom 19.11.2025
I R 40/23
Normen:
KStG § 8 Abs. 3 S. 4; EStG § 17 Abs. 1 S. 2;
Fundstellen:
BB 2026, 533
DStR 2026, 474
BB 2026, 675
BFH/NV 2026, 544
GmbHR 2026, 364
DStRE 2026, 373
DB 2026, 975
Vorinstanzen:
FG Mecklenburg-Vorpommern, vom 16.05.2023 - Vorinstanzaktenzeichen 1 K 330/18

Anwendung des § 8 Abs. 3 Satz 4 des Körperschaftsteuergesetzes (KStG) auf natürliche Personen als Gesellschafter; Versäumte Besteuerung des durch § 17 Abs. 1 Satz 2 des Einkommensteuergesetzes fingierten Veräußerungsgewinns bei der verdeckten Einlage von Kapitalgesellschaftsanteilen

BFH, Urteil vom 19.11.2025 - Aktenzeichen I R 40/23

DRsp Nr. 2026/2401

Anwendung des § 8 Abs. 3 Satz 4 des Körperschaftsteuergesetzes (KStG) auf natürliche Personen als Gesellschafter; Versäumte Besteuerung des durch § 17 Abs. 1 Satz 2 des Einkommensteuergesetzes fingierten Veräußerungsgewinns bei der verdeckten Einlage von Kapitalgesellschaftsanteilen

1. Aus § 8 Abs. 3 Satz 4 des Körperschaftsteuergesetzes (KStG) ergibt sich keine Einschränkung des Anwendungsbereichs der Vorschrift nur auf Körperschaften als Gesellschafter; folglich fallen auch natürliche Personen als Gesellschafter unter die Vorschrift. 2. Die auf der Ebene des Gesellschafters versäumte Besteuerung des durch § 17 Abs. 1 Satz 2 des Einkommensteuergesetzes fingierten Veräußerungsgewinns bei der verdeckten Einlage von Kapitalgesellschaftsanteilen ist keine Einkommensminderung im Sinne des § 8 Abs. 3 Satz 4 KStG.

Tenor