BFH - Urteil vom 27.11.2024
I R 21/22
Normen:
KStG § 8b Abs. 3 S. 3; KStG § 8b Abs. 3 S. 4; KStG § 8b Abs. 3 S. 5; KStG § 8b Abs. 6; EStG § 3c Abs. 2 S. 2; AO § 39 Abs. 2 Nr. 2;
Fundstellen:
DStR 2025, 966
BB 2025, 1136
BFH/NV 2025, 776
DStRE 2025, 633
ZIP 2025, 1621
GmbHR 2025, 1229
Vorinstanzen:
FG Münster, vom 06.04.2022 - Vorinstanzaktenzeichen 13 K 3550/19
FG Münster, vom 06.04.2022 - Vorinstanzaktenzeichen 13 K 3550/19
FG Münster, vom 06.04.2022 - Vorinstanzaktenzeichen 13 K 3550/19

Anwendung des § 8b Abs. 3 Satz 4 KStG bei Darlehensgewährung durch zwischengeschaltete vermögensverwaltende KG

BFH, Urteil vom 27.11.2024 - Aktenzeichen I R 21/22

DRsp Nr. 2025/4623

Anwendung des § 8b Abs. 3 Satz 4 KStG bei Darlehensgewährung durch zwischengeschaltete vermögensverwaltende KG

Soweit § 8b Abs. 3 Satz 4 des Körperschaftsteuergesetzes mit der Rechtsfolge einer Verhinderung einer Einkommensminderung (hier: Teilwertabschreibung auf eine Darlehensforderung) tatbestandlich an eine Darlehensgewährung durch einen Gesellschafter, der zu mehr als 25 % unmittelbar oder mittelbar am Grund- oder Stammkapital der darlehensnehmenden Körperschaft beteiligt ist, anknüpft, ist bei Darlehensgewährung durch eine vermögensverwaltende KG als Allein-Gesellschafterin ("zwischengeschaltete vermögensverwaltende KG"), an der Körperschaftsteuersubjekte beteiligt sind, nicht auf die Beteiligungsquote der KG, sondern jeweils auf die durchgerechneten Beteiligungsquoten der einzelnen Körperschaftsteuersubjekte abzustellen.

Tenor

Die Revision des Beklagten gegen das Urteil des Finanzgerichts Münster vom 06.04.2022 - 13 K 3550/19 K,G,F wird als unbegründet zurückgewiesen.

Die Kosten des Revisionsverfahrens hat der Beklagte zu tragen.

Normenkette:

KStG § 8b Abs. 3 S. 3; KStG § 8b Abs. 3 S. 4; KStG § 8b Abs. 3 S. 5; KStG § 8b Abs. 6; EStG § 3c Abs. 2 S. 2; AO § 39 Abs. 2 Nr. 2;

Gründe

I.