13.1 Einführung

Autor: Ott

13.1

Der Unternehmens- und Beteiligungskauf hat als Instrument des betrieblichen Wachstums seit vielen Jahren eine große praktische Bedeutung. Neben der zivilrechtlichen Problematik sowie der Ermittlung des angemessenen Kaufpreises treten in der Praxis regelmäßig auch umfangreiche steuerliche Fragestellungen auf. Wenngleich der Kauf eines Unternehmens in erster Linie auf strategischen Erwägungen beruht, macht es der absolute wie auch der relative Umfang der steuerlichen Konsequenzen erforderlich, einen Unternehmenskauf grundsätzlich nur unter gleichzeitiger Berücksichtigung der steuerlichen Auswirkungen zu verwirklichen. Möglicherweise führt erst die Einbeziehung der Steuerkomponente, verbunden mit einer geschickten Gestaltung der steuerlich relevanten Parameter, dazu, dass der Unternehmenskauf sich für den Erwerber als vorteilhafte Investition erweist.

13.2

Da beim Verkauf eines Unternehmens oder von Anteilen an einem Unternehmen regelmäßig erhebliche stille Reserven aufgedeckt werden, ist für den Veräußerer eines Betriebs oder eines Gesellschaftsanteils die Frage von größter Bedeutung, ob und ggf. welche steuerlichen Vergünstigungen der Veräußerungsgewinn zum Zwecke der Minimierung der Steuerbelastung erfährt. Die vorhandenen Steuervergünstigungen werden nachfolgend - je nach Veräußerer - im Überblick dargestellt.

13.3