Arbeitsmigration aus Drittstaaten nach Deutschland - ein Überblick über das aktuelle System, Einwandererzahlen und Hauptherkunftsländer


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Drittstaaten i.S.d. deutschen Aufenthaltsrechts (AufenthG) sind die Staaten, die nicht der EU oder dem EWR (Island, Liechtenstein, Norwegen) angehören. Des Weiteren zählt auch die Schweiz nicht zu den Drittstaaten.

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Beitrag v. Katrin Oesingmann, ifo Schnelldienst 13/2016, S. 44-48.

Nachfolgend freuen wir uns, Ihnen wieder einmal einen aktuellen Beitrag mit Forschungsergebnissen des ifo Instituts zur Verfügung stellen zu können, der vielen Unternehmern und Arbeitgebern aus der Seele sprechen dürfte. Das Thema Arbeitsmigration aus Drittstaaten wird zunehmend aktuell, um nicht zu sagen brisant, und viele Arbeitgeber wären auch durchaus bereit, sich auf Beschäftigungsverhältnisse mit Migranten verstärkt einzulassen - wenn es nicht so undurchsichtig wäre und die Hürden so hoch wären. Der nachfolgende Beitrag schildert übersichtlich, welche Voraussetzungen und Regeln in Deutschland gelten, und er analysiert vor allen Dingen auch, warum Deutschland vergleichsweise zu anderen Ländern bei der Integration von Arbeitnehmern aus Drittstaaten nicht so gut dasteht. In klassischen Einwanderungsländern wie Kanada z.B. wird auf einen angebotsorientierten Ansatz gesetzt, der die Zuwanderung nach einem Punktesystem erlaubt, und erst danach schließt sich die Suche nach einem Arbeitsplatz an. In Deutschland ist es genau anders herum: Hier muss man Mängellisten beachten und schon im Vorfeld einen festen Arbeitsplatz garantieren, ohne überhaupt zu wissen, ob die ausgewählte Person letztendlich kommen darf oder auch kommen will. Das Leben ist bekanntlich voller Überraschungen. Alle diese Zusammenhänge werden in dem Beitrag klar und übersichtlich zusammengestellt. Im Zusammenhang dieses Loseblattwerks ist er gedacht, um Beratern und interessierten Arbeitgebern zu helfen, sich auf die aktuelle Situation einzustellen und vielleicht auch nicht nur die Schuld bei sich selbst zu suchen, wenn es nicht so klappt, wie man möchte. Auf der anderen Seite ist zu hoffen, dass die Erkenntnisse des Ifo Instituts auch in der Politik Gehör finden, um gezielte Verbesserungen durchzuführen. In diesem Sinne empfiehlt sich die Lektüre dieses wissenschaftlichen, dennoch praxisnahen Beitrags für alle "Stakeholder".