4.6 Fallstudie zur Gewinnermittlung und -verteilung bei Personengesellschaften

Autor: Bolk

4.62

Die ABC-KG hat für 02 laut Gewinn- und Verlustrechnung 360.000 Euro Gewinn erzielt. Laut Gesellschaftsvertrag erhalten die Gesellschafter bei der Gewinnverteilung vorweg eine Mehrkapitalverzinsung, und zwar für das Jahr 02: A = 6.000 Euro; B = 8.000 Euro; C = 4.000 Euro. Die Mehrkapitalverzinsung wurde nicht als Aufwand gebucht. Der Restgewinn ist nach Köpfen zu verteilen!

A hat 02 an die KG ein Grundstück vermietet. Die KG hat an A in diesem Jahr Mieten i.H.v. 24.000 Euro gezahlt und als Aufwand gebucht. A sind im Zusammenhang mit dem Grundstück 02 Kosten i.H.v. 15.000 Euro entstanden.

Aufgrund eines Beratervertrags mit der KG hat diese im Jahr 02 an B Beratungshonorare i.H.v. 60.000 Euro zzgl. 11.400 Euro Umsatzsteuer ausgezahlt und als Aufwand (60.000 Euro) bzw. Vorsteuer (11.400 Euro) gebucht.

C hat der KG ein Darlehen gewährt, die dafür 02 an C 12.000 Euro Zinsen geleistet und als Aufwand gebucht hat.

Betriebsausgaben i.S.d. § 4 Abs. 5 Nr. 1 EStG i.H.v. 6.000 Euro sind ebenso wie die darauf entfallende Vorsteuer von 1.140 Euro als Aufwand gebucht worden. Eine Investitionszulage für Betriebsstätte in Sachsen i.H.v. 15.000 Euro ist als Ertrag gebucht worden. B hat Reisekosten anlässlich der Gesellschafterversammlung von 500 Euro aufgewendet. Der Betrag wird von der KG nicht ersetzt. C hat ohne Wissen von A und B den Jahresabschluss der KG von einem Steuerberater seines Vertrauens überprüfen lassen. Honorar 2.000 Euro + 380 Euro Umsatzsteuer = 2.380 Euro. Rechnungserteilung an C.