Neu im Oktober 2019


Wie gewohnt, hat Ihr Herausgeber Wolfgang Bolk die Rechtsentwicklung in Sachen Bilanzierung und Besteuerung der Personengesellschaft intensiv verfolgt und wichtige Änderungen so eingearbeitet, dass die praktischen Folgen sofort sichtbar werden. So beraten Sie ständig auf der Höhe der Zeit!

Wichtige Themen dieses Updates:

  • Abfärbung und gewerbliche Infektion bleiben weiterhin ein Thema, das Rechtsprechung und Literatur bewegt. Leider hat der BFH die Idee Ihres Herausgebers nicht aufgegriffen: Anders als bei der horizontalen Abfärbung greift nach Auffassung des BFH, Urt. v.06.06.2019 – IV R 30/16 bei der vertikalen Abfärbung keine Geringfügigkeitsgrenze, was auch bei vermögensverwaltenden Personengesellschaften zu einer Verstrickung stiller Reserven führt, aber auch bei Veräußerungen etwa die Passivierung einer Rücklagenbildung nach § 6b EStG ermöglicht. Rdnr.1.39 ff
  • Anteile an einer Kapitalgesellschaft bei Einbringung als Sonderbetriebsvermögen II, BFH, Urt. v. 17.04.2019 – IV R 12/16. Rdnr.12.73
  • Einreichung der Eröffnungsbilanz als konkludenter Antrag auf Buchwertfortführung auch bei Einbringung, BFH, Urt. v.19.12.2018 – I R 1/17? Rdnr.12.17
  • Klagebefugnis in Sachen Feststellungsbescheid gemäß § 34a Abs. 10 EStG nach BFH, Urt. v. 09.01.2019 – IV R 27/16: tätig werden muss der Gesellschafter! Rdnr.19.4a
  • Refinanzierungsdarlehen als SBV II: wird die Einlage in das Gesellschaftsvermögen bei Gründung oder späterer Kapitalerhöhung fremdfinanziert, gehört das Refinanzierungsdarlehen nach BFH, Urt. v. 06.12.2018 – IV R 15/17 zum Sonderbetriebsvermögen II. Rdnr.3.50a Rdnr.18.11a
  • Steuerbilanz der atypisch stillen Gesellschaft: Überleitungsrechnung nach § 5b Abs. 1 Satz 2 EStG kommt nicht in Betracht. Rdnr.8.36
  • Steuerrecht paradox: Nach BFH, Urt. v. 06.06.2019 – IV R 30/16 unterliegt nach verfassungskonformer Auslegung nicht jeder Gewerbebetrieb auch der Gewerbesteuer! Unternehmen, die nur aufgrund der Abfärbung gem. § 15 Abs. 3 Nr. 1, 2. Alt. zweite Alternative EStG insgesamt gewerbliche Einkünfte erzielen, gelten demnach nicht als Gewerbebetrieb im Sinne des § 2 Abs.1 GewStG. Die Reaktion des BMF auf diese spektakuläre Entscheidung steht derzeit aus. Rdnr.1.39c
  • Übernahme der Gewerbesteuer als Veräußerungskosten. Rdnr.1.85a Rdnr.4.57a


Weiterhin viel Erfolg bei der Bearbeitung Ihrer Personengesellschaftsmandate!

Beste Grüße,
Stephan Kindgen (Produktmanager)