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Tappen Sie nicht in diese Steuerfalle: Übersteigt die Einlage den gemeinen Wert eines erworbenen Mitunternehmeranteils, liegt insoweit keine Gegenleistung vor. Vielmehr handelt es sich um eine Einlage i.S.d. § 4 Abs. 1 Satz 8 EStG, die nicht von § 24 UmwStG erfasst wird. Sollte eine solche Einlage über das Maß der eigenen Beteiligungsquote hinausgehen und daher eine sogenannte disquotale Einlage vorliegen, werden die anderen Gesellschafter aufgrund einer freigebigen Zuwendung (Schenkung) dadurch bereichert, dass sich deren Beteiligung am Gesellschaftsvermögen erhöht. Dabei ist nach Auffassung des BFH (Urt. v. 05.02.2020 – II R 9/17) unbeachtlich, ob die Einlage gesellschaftsrechtlich vereinbart und durch das Gesellschaftsverhältnis veranlasst ist. Gegen Erbschaftsteuerfestsetzungen in vergleichbaren Fällen sollte unbedingt Einspruch eingelegt und das Ruhen des Verfahrens sowie Aussetzung nach § 363 Abs. 1 AO beantragt werden, denn gegen die Entscheidung des BFH wurde Verfassungsbeschwerde eingereicht (1 BvR 2072/20).

Viel Neues zum Verlustvortrag nach § 8d KStG: So lehnt es die Verwaltung in einem neuen BMF-Schreiben weiterhin ab, Körperschaften mit mehreren Geschäftsbetrieben in den Genuss der Vorschrift gelangen zu lassen. Ob dies rechtlich haltbar ist, wird die Zukunft zeigen. Außerdem hat der Gesetzgeber mit dem Jahressteuergesetz 2020 versucht, eine Regelungslücke bezüglich der Anwendung des § 8d KStG in der Gewerbesteuer zu schließen. Dass dieser Versuch misslungen ist, zeigen unsere Autoren anhand eines Beispiels auf.

Überarbeitet wurden zudem u.a. diese Kapitel:


Weiterhin viel Erfolg bei der Beratung von Unternehmenstransaktionen!

Beste Grüße,
Stephan Kindgen (Produktmanager)