BGH - Urteil vom 02.04.2007
II ZR 325/05
Normen:
AktG § 108 Abs. 2 § 113 § 114 ; ZPO § 284 § 286 ;
Fundstellen:
AnwBl 2007, 634
BB 2007, 1185
BGHReport 2007, 816
BRAK-Mitt 2007, 230
DB 2007, 1296
DNotZ 2007, 952
DStR 2007, 1046
MDR 2007, 1028
NJW-RR 2007, 1483
NZG 2007, 516
NotBZ 2007, 251
WM 2007, 1025
WM 2007, 1344
ZIP 2007, 1056
Vorinstanzen:
OLG Koblenz, vom 30.11.2005 - Vorinstanzaktenzeichen 1 U 443/05
LG Koblenz, vom 25.02.2005 - Vorinstanzaktenzeichen 5 O 87/03

Beschlussunfähigkeit des Aufsichtsrats wegen Ausschlusses des Stimmrechts eines Mitgliedes; Zulässigkeit eines Beratungsvertrages zwischen eine Aktiengesellschaft und der Anwaltssozietät eines Aufsichtsratsmitglieds; Zustimmungsfähigkeit der Vereinbarung anwaltlicher Beratung gegen ein Stundenhonorar

BGH, Urteil vom 02.04.2007 - Aktenzeichen II ZR 325/05

DRsp Nr. 2007/8945

Beschlussunfähigkeit des Aufsichtsrats wegen Ausschlusses des Stimmrechts eines Mitgliedes; Zulässigkeit eines Beratungsvertrages zwischen eine Aktiengesellschaft und der Anwaltssozietät eines Aufsichtsratsmitglieds; Zustimmungsfähigkeit der Vereinbarung anwaltlicher Beratung gegen ein Stundenhonorar

»a) Der Ausschluss des Stimmrechts eines von drei Aufsichtsratsmitgliedern im Einzelfall entsprechend § 34 BGB führt nicht zur Beschlussunfähigkeit des Organs gem. § 108 Abs. 2 Satz 3 AktG , sondern nur dazu, dass das betreffende Aufsichtsratsmitglied sich bei der Abstimmung der Stimme zu enthalten hat.b) Ein Beratungsvertrag zwischen einer Aktiengesellschaft und einer Anwalts-GbR, der ein Aufsichtsratsmitglied angehört, fällt in den Anwendungsbereich der §§ 113 , 114 AktG , wenn dem Aufsichtsratsmitglied nicht nur ganz geringfügige Zuwendungen für die Beratungstätigkeit zufließen.