9.3 Ansatz und Bewertung in der Bilanz der KG nach HGB

Autor: Bolk

9.7

Die KG hat die Anteile als Beteiligung an verbundenen Unternehmen unter den Finanzanlagen auszuweisen (§ 266 Abs. 2 A.III.1 oder A.III.3 HGB ) und mit den Anschaffungskosten zu bewerten. Zu den Anschaffungskosten gehört neben den Notariatskosten auch die Verpflichtung, die bereits eingeforderten ausstehenden Einlagen einzuzahlen. Dem steht die Einzahlungsverpflichtung als Verbindlichkeit gegenüber (vgl. dazu aus Sicht der GmbH § 272 Abs. 1 Satz 3 HGB ). Soweit die ausstehenden Einlagen nicht eingefordert sind, kann eine Einbeziehung in die Anschaffungskosten erfolgen, wenn eine entsprechende Passivierung der Einzahlungsverpflichtung erfolgt.1) In Höhe des aktivierten Betrags ist auf der Passivseite der Gesamthandsbilanz nach dem Eigenkapital ein Sonderposten unter der Bezeichnung "Ausgleichsposten für aktivierte eigene Anteile" auszuweisen (§ 264c Abs. 4 Satz 1 und 2 HGB ). Grundsätzlich ist dieser Posten aus dem Jahresüberschuss zu bilden. Nur der danach verbleibende Betrag steht für einen Zugang zu den Kapitalanteilen bzw. als Anspruch der Gesellschafter (§ 169 Abs. 1 Satz 2 HGB ) zur Verfügung, so dass der Ausgleichsposten eine Entnahmesperre bewirkt.2) Diese Grundsätze gelten auch für die Steuerbilanz.