BFH - Urteil vom 16.12.1992
I R 105/91
Normen:
EStG § 6a, § 15 Abs. 1 Nr. 2 ; KStG § 47 Abs. 2 ;
Fundstellen:
BB 1993, 782
BB 1993, 898
BFHE 170, 169
BStBl II 1993, 792
GmbHR 1993, 304
Vorinstanzen:
FG Schleswig-Holstein,

Pensionsversprechen ist als ungewisse Verbindlichkeit zu behandeln

BFH, Urteil vom 16.12.1992 - Aktenzeichen I R 105/91

DRsp Nr. 1996/9632

Pensionsversprechen ist als ungewisse Verbindlichkeit zu behandeln

»1. Verspricht die an einer GmbH & Co. KG beteiligte Komplementär-GmbH, die lediglich die Geschäfte der KG führt, ihrem Geschäftsführer, der zugleich Kommanditist ist, eine Pension, so entsteht in der Person der GmbH eine ungewisse Verbindlichkeit, die in der Steuerbilanz der GmbH nach allgemeinen Grundsätzen zu behandeln ist (Abgrenzung zum BFH-Urteil vom 22. Januar 1970 IV R 47/68, BFHE 98, 479, BStBl II 1970, 415). 2. Bildet die GmbH eine Pensionsrückstellung, dann ergibt sich ein Sonderaufwand der GmbH, der innerhalb der Gewinnermittlung der KG zu berücksichtigen und durch einen gleich hohen Ansatz des Anspruchs auf die Sondervergütung entweder in der Sonderbilanz des Kommanditisten-Geschäftsführers oder anteilig in den Sonderbilanzen aller Kommanditisten unter Beachtung des Grundsatzes korrespondierender Bilanzierung auszugleichen ist.«

Normenkette:

EStG § 6a, § 15 Abs. 1 Nr. 2 ; KStG § 47 Abs. 2 ;
Vorinstanz: FG Schleswig-Holstein,
Fundstellen
BB 1993, 782
BB 1993, 898
BFHE 170, 169
BStBl II 1993, 792
GmbHR 1993, 304