FG Baden-Württemberg - Urteil vom 11.12.2002
7 K 186/01
Normen:
EStG § 21 Abs. 1 Nr. 1 § 12 ;
Fundstellen:
EFG 2003, 692

Mietvertrag zwischen nahen Angehörigen; Einkommensteuer 1999

FG Baden-Württemberg, Urteil vom 11.12.2002 - Aktenzeichen 7 K 186/01

DRsp Nr. 2003/5575

Mietvertrag zwischen nahen Angehörigen; Einkommensteuer 1999

Ob einem Mietvertrag zwischen nahen Angehörigen die steuerliche Anerkennung zu versagen ist, weil die Wohnung tatsächlich nur für besuchsweise Aufenthalte genutzt worden ist, hängt von der Gesamtheit der objektiven Gegebenheiten ab. Besondere Bedeutung kommt dabei z. B. der Motivation, den näheren Umständen der Aufenthalte am Hauptwohnsitz und im Haus der Angehörigen, der Ausgestaltung der Verhältnisse und dem Verhältnis der Aufenthalte am Hauptwohnsitz und am Ort der Angehörigen zu (vgl. FG Baden-Württemberg, Urteil vom 7.7.1997 6 K 207/94). Im Streitfall wurde die Vermietung einer Einliegerwohnung durch Eheleute an ihre Eltern/Schwiegereltern steuerlich nicht anerkannt, weil diese nur 34 km vom Mietobjekt entfernt ein eigenes Haus mit Hauptwohnsitz bewohnt haben, sich in der Einliegerwohnung nicht häufig und auch nicht gelegentlich über einen längeren Zeitraum aufgehalten haben und die getroffene Nebenkostenabrede unzureichend und zwischen Fremden unüblich war.

Normenkette:

EStG § 21 Abs. 1 Nr. 1 § 12 ;

Tatbestand:

Streitig ist, ob Verluste aus der Vermietung einer Einliegerwohnung steuermindernd zu berücksichtigen sind.