OFD Düsseldorf - Verfügung vom 22.10.2002
EZ 1110 - 8 - St 211 - K

OFD Düsseldorf - Verfügung vom 22.10.2002 (EZ 1110 - 8 - St 211 - K) - DRsp Nr. 2008/82842

OFD Düsseldorf, Verfügung vom 22.10.2002 - Aktenzeichen EZ 1110 - 8 - St 211 - K

DRsp Nr. 2008/82842

EigZulG Eine vom Übernehmer zu eigenen Wohnzwecken genutzte Wohnung ist keine existenzsichernde Wirtschaftseinheit; (teil-) entgeltlicher Erwerb bei einer Vermögensübergabe gegen wiederkehrende Leistungen ist ein nach dem EigZulG begünstigter AnschaffungsvorgangHinweis auf § 10 EStG Fach 5 Nr. 5 und § 22 EStG Fach 3 Nr. 5

Nach RZ 13 des „Rentenerlasses” vom 23.12.1996 (BStBl 1996 I S. 1508 = EStH Anhang 13 IV) gehören zu den Vermögenserträgen auch der Nutzungswert einer vom Übernehmer selbstgenutzten Wohnung. Dies ermöglicht die Auslegung, dass ein Einfamilienhaus/eine Eigentumswohnung im Rahmen eines begünstigten Versorgungsvertrages (Übertragung im Rahmen der vorweggenommenen Erbfolge gegen wiederkehrende Leistungen) unentgeltlich übertragen werden kann.

Nach dem Wegfall der Nutzungswertbesteuerung stellt die vom Übernehmer zu eigenen Wohnzwecken genutzte Wohnung keine steuerlich relevante Einkunftsquelle mehr dar; sie ist damit auch keine existenzsichernde Wirtschaftseinheit (BFH vom 10.11.1999, BFH/NV 2000, 645; BMF vom 26.08.2002,BStBl 2002 I S. 893 RZ 10 und 13).

Dieses bedeutet:

  • Die Grundstücksübertragung ist stets entgeltlich und stellt damit für den Übernehmer eine nach § 2 Abs. 1 Satz 1 EigZulG begünstigte Anschaffung dar.