BFH - Urteil vom 07.11.1989
VII R 34/87
Normen:
AO (1977) §§ 226 , 47 ; UStG (1980) §§ 18 , 16 ;
Fundstellen:
AG 1990, 363
BB 1990, 409
BFHE 159, 106
BStBl II 1990, 201
Vorinstanzen:
FG Nürnberg,

BFH, Urteil vom 07.11.1989 - Aktenzeichen VII R 34/87

DRsp Nr. 1996/13371

»In der Vergleichsrechnung zur Ermittlung der anteiligen Umsatzsteuerquote im Haftungsfall (§§ 69 , 34 AO (1977)) sind bei Gegenüberstellung der Zahlungsverpflichtungen und der auf diese geleisteten Zahlungen auch vom FA verrechnete Vorsteuerüberschüsse als Zahlungen auf die Umsatzsteuerschulden anzusetzen (Anschluß an die BFH-Urteile vom 12. Juni 1986 VII R 192/83, BFHE 146, 511, BStBl II 1986, 657, und vom 14. Juli 1987 VII R 188/82, BFHE 150, 312, BStBl II 1988, 172).«

Normenkette:

AO (1977) §§ 226 , 47 ; UStG (1980) §§ 18 , 16 ;

Gründe:

Der Kläger und Revisionsbeklagte (Kläger) war seit dem 4. August 1978 der alleinige Vorstand einer im Baubereich tätigen AG. Aufgrund des von ihm am 6. März 1981 gestellten Antrags wurde am 11. März 1981 über das Vermögen der AG das Konkursverfahren eröffnet und am 13. November 1985 mangels einer die Verfahrenskosten deckenden Konkursmasse eingestellt (§ 204 der Konkursordnung -KO-).

Nach den von der AG für die Jahre 1979 und 1980 abgegebenen Umsatzsteuervoranmeldungen ergaben sich die folgenden Umsatzsteuervorauszahlungen bzw. Vorsteuerüberschüsse:

1979: Januar bis Dezember - 37.431,47 DM (an die AG ausgezahlt)

1980:

Januar - 39.883,60 DM (an die AG ausgezahlt)

Februar - 27.581,30 DM (an die AG ausgezahlt)

März - 20.459,10 DM (an die AG ausgezahlt)

April - 32.593,70 DM (an die AG ausgezahlt)

Mai - 27.329,75 DM