LG Duisburg vom 12.03.1991
2 T 67/91
Normen:
BGB § 1711, Vor §§ 1353 ff.;
Fundstellen:
FamRZ 1991, 1099
LSK-FamR/Fischer, Vor §§ 1353 ff. BGB LS 14

LG Duisburg - 12.03.1991 (2 T 67/91) - DRsp Nr. 1994/14455

LG Duisburg, vom 12.03.1991 - Aktenzeichen 2 T 67/91

DRsp Nr. 1994/14455

A. Dem nichtehelichen Vater steht eine Befugnis zum Umgang mit seinem Kind nur zu, wenn - eine echte Anteilnahme des Vaters am Wohlergehen und der Entwicklung des Kindes besteht und sachfremde Motive, wie etwa eine Kontaktsuche über das Kind zur Mutter ausscheiden; - die Eltern längere Zeit zusammengelebt haben und infolgedessen eine soziale Bindung zwischen Vater und Kind besteht. Eine derartige Beziehung erst aufbauen zu wollen, reicht nicht aus. B. a. Das Vormundschaftsgericht kann dem Vater ein Umgangsrecht mit seinem nichtehelichen Kind gewähren, wenn der persönliche Umgang mit dem Vater dem Wohle des Kindes dient, d.h. dem Kindeswohl förderlich ist. b. Nach Auffassung der Kammer ist dies der Fall, wenn eine echte Anteilnahme des Vaters am Wohlergehen und an der Entwicklung des Kindes vorliegt (sachfremde Beweggründe, wie z.B. Kontaktsuche zur Mutter über das Kind, dürfen dabei nicht bestehen); eine soziale Bindung zwischen Vater und Kind durch das längere Zusammenleben der Eltern entstanden ist.

Normenkette:

BGB § 1711, Vor §§ 1353 ff.;

Hinweise:

B. Vgl. dazu auch LG Nürnberg-Fürth, FamRZ 1987, 1079.

Fundstellen
FamRZ 1991, 1099
LSK-FamR/Fischer, Vor §§ 1353 ff. BGB LS 14