Problem

Autor: Spangenberg

Liefergeschäfte, die von mehreren Unternehmern über denselben Gegenstand abgeschlossen werden und bei denen dieser Gegenstand im Rahmen einer einzigen Warenbewegung unmittelbar vom ersten Unternehmer an den letzten Abnehmer gelangt, werden als Reihengeschäft bezeichnet. Eine Besonderheit bei den Reihengeschäften besteht bei der Ortsbestimmung. Alle anderen Vorschriften sind auf die einzelnen, im Reihengeschäft enthaltenen Umsätze, wie auf andere Umsätze auch, grundsätzlich anzuwenden.

Ein besonderer Fall des Reihengeschäfts ist das innergemeinschaftliche Dreiecksgeschäft i.S.d. § 25b Abs. 1 UStG, zu dem eine gesonderte Darstellung erfolgt.

Da ein Reihengeschäft nur dann vorliegt, wenn der Gegenstand der Lieferung unmittelbar vom ersten an den letzten Abnehmer gelangt, ist bei der Beförderung oder Versendung durch mehrere beteiligte Unternehmer (sog. gebrochene Beförderung oder Versendung) ein Reihengeschäft nicht gegeben. Allerdings kann die Warenbewegung durchaus an einen beauftragten Dritten erfolgen (z.B. Lohnveredeler oder Lagerhalter), der nicht unmittelbar in die Liefervorgänge eingebunden ist.