BFH - Urteil vom 17.12.2015
V R 58/14
Normen:
AO § 149 Abs. 1 , § 150 Abs. 1 Satz 3, § 167 Abs. 1 Satz 1, § 168 Satz 2, § 169 Abs. 1 Satz 1, § 169 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2, § 169 Abs. 2 Satz 2, § 170 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1, § 171 Abs. 4, § 171 Abs. 5 Satz 1; FGO § 126 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2; UStG § 2 Abs. 1 , § 18 Abs. 3 Satz 1;
Fundstellen:
BFHE 252, 5
Vorinstanzen:
FG München, vom 30.04.2014 - Vorinstanzaktenzeichen 3 K 1663/12

BFH, Urteil vom 17.12.2015 - Aktenzeichen V R 58/14

DRsp Nr. 2016/2870

Umfang der Hemmung der Festsetzungsfrist gem. § 171 Abs. 5 AO

Die Ablaufhemmung nach § 171 Abs. 5 Satz 1 AO endet —auch im Falle einer nach Abgabe der Steueranmeldung wegen § 168 Satz 2 AO noch nicht festgesetzten Steuer— erst, wenn die aufgrund der Ermittlungen der Fahndungsprüfung zu erlassenden Bescheide unanfechtbar geworden sind.

Tenor

Auf die Revision der Beklagten wird das Urteil des Finanzgerichts München vom 30. April 2014 3 K 1663/12 aufgehoben.

Die Sache wird an das Finanzgericht München zurückverwiesen.

Diesem wird die Entscheidung über die Kosten des Revisionsverfahrens übertragen.

Normenkette:

AO § 149 Abs. 1 , § 150 Abs. 1 Satz 3, § 167 Abs. 1 Satz 1, § 168 Satz 2, § 169 Abs. 1 Satz 1, § 169 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2, § 169 Abs. 2 Satz 2, § 170 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1, § 171 Abs. 4, § 171 Abs. 5 Satz 1; FGO § 126 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2; UStG § 2 Abs. 1 , § 18 Abs. 3 Satz 1;

Gründe

I.

Die Klägerin und Revisionsklägerin (Klägerin) —eine zwischenzeitlich im Handelsregister gelöschte und nicht wieder eingetragene GmbH— übte im Streitjahr 1999 ein Gewerbe aus. Einzelvertretungsberechtigter Geschäftsführer war X.