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Der Aufschwung zündet die dritte Stufe

DIHK stellt Konjunkturumfrage Frühsommer 2007 vor

Die deutsche Wirtschaft ist zuversichtlich wie seit langem nicht mehr. Auf Grundlage seiner Konjunkturumfrage Frühsommer 2007 erwartet der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) für das laufende Jahr nun ein Wachstum von 2,8 Prozent.

"Der Aufschwung zündet in den nächsten Monaten die dritte Stufe", berichtete DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben, als er heute in Berlin gemeinsam mit DIHK-Chefvolkswirt Axel Nitschke die Ergebnisse der DIHK-Konjunkturumfrage Frühsommer 2007 präsentierte. "Nach Export und Investitionen entwickelt sich der private Verbrauch zum weiteren Konjunkturtreiber."

 


Die Unternehmen in Deutschland seien "so zuversichtlich wie seit der Wiedervereinigung nicht mehr", so Wansleben. "Der DIHK hebt deshalb seine Wachstumsprognose im Jahr 2007 auf 2,8 Prozent an." Auch für den Arbeitsmarkt sind die Erwartungen günstig. Nach Einschätzung des DIHK wird sich die Arbeitslosenzahl im Jahresdurchschnitt um 700.000 verringern.

 


Die aktuelle Konjunkturumfrage basiert auf mehr als 20.000 Unternehmensantworten. Dabei gaben 34 Prozent der Betriebe an, im weiteren Jahresverlauf mit besseren Geschäften zu rechnen; zu Jahresbeginn hatten das nur 30 Prozent gehofft. Einbußen befürchten aktuell nur 10 Prozent der Unternehmen – Anfang 2007 hatten sich noch 13 Prozent pessimistisch geäußert.

 


"Die von der Erhöhung der Mehrwertsteuer ausgelöste Konjunkturdelle im ersten Halbjahr wird damit überraschend schnell überwunden", sagte Wansleben in Berlin. Nun hofften vor allem konsumnahe Branchen, die von der Mehrwertsteuererhöhung besonders getroffen worden seien, auf Besserung.


Der DIHK-Hauptgeschäftsführer mahnte allerdings auch, das gute Umfrageergebnis dürfe nicht über wirtschaftspolitischen Handlungsbedarf hinwegtäuschen. Die aktuelle konjunkturelle Situation sei "kein Ruhekissen für Politik, Unternehmen und Gesellschaft".
DIHK-Chefvolkswirt Axel Nitschke erläuterte in Berlin die Einzelheiten der Erhebung und verwies dabei auf die bemerkenswert starke Verbesserung des Erwartungssaldos im Osten Deutschlands: "Die ostdeutschen Unternehmen revidieren ihre Erwartungen von per Saldo drei Prozentpunkten zum Jahresbeginn auf nunmehr 15 Prozentpunkte – die stärkste Verbesserung im Regionenvergleich", so Nitschke. Inzwischen rechneten in Ostdeutschland 29 Prozent für die nächsten zwölf Monate mit einer besseren Geschäftsentwicklung; von einer Verschlechterung gingen nur noch 14 Prozent aus.

 


Aber auch branchenbezogen habe sich im Osten Deutschlands ein wichtiger Trendwechsel eingestellt: Erstmals seit Herbst 1994 wiesen sowohl die Bauwirtschaft als auch der Handel im Osten bei ihren Erwartungen einen Positivsaldo auf.

 


Insgesamt zeichne sich in den ostdeutschen Bundesländern für 2007 sogar ein überdurchschnittliches Wirtschaftswachstum von mehr als drei Prozent ab, berichtete der DIHK-Chefvolkswirt.

 


Das komplette Statement von Martin Wansleben und Axel Nitschke mit weiteren Einzelheiten finden Sie hier:

 

 

 

 

Die Umfrageergebnisse sind hier abrufbar:

 

 


 

 

Die DIHK-Prognose für das laufende Jahr finden Sie hier zum Download:

 

Quelle: DIHK - Pressemitteilung vom 12.06.07