Betriebswirt. Beratung -

Entwicklung der Produktion im Produzierenden Gewerbe Januar 2007

Die Erzeugung im Produzierenden Gewerbe hat sich vorläufigen Angaben zufolge im Januar saisonbereinigt um 1,9 % kräftig erhöht. Im Vormonat war die Produktion nach einer Aufwärtskorrektur um 0,1 % angestiegen. Zur positiven Entwicklung der Produktion im Januar trugen sowohl die Industrie mit +2,2 % als auch das Bauhauptgewerbe mit +4,1 % bei.

Der deutliche Anstieg der Erzeugung im Produzierenden Gewerbe im Januar spiegelt sich auch im Zweimonatsvergleich (Dezember/Januar gegenüber Oktober/November) wider (+2,1 %). Die Industrieproduktion erhöhte sich in diesem Zeitraum um 2,2 % und die Erzeugung im Bauhauptgewerbe stieg um 3,8 %. Innerhalb des industriellen Sektors verzeichneten die Hersteller von Vorleistungsgütern ein spürbares Plus von 2,4 %. Aber auch die Hersteller von Investitionsgütern und Konsumgütern konnten einen Anstieg der Erzeugung um 2,1 % bzw. 1,9 % verbuchen.

Den Vorjahresstand überschritt die Erzeugung im Produzierenden Gewerbe im Zeitraum Dezember/Januar arbeitstäglich bereinigt um 7,0 %. Die Industrieproduktion lag dabei um 7,9 % und die Erzeugung im Bauhauptgewerbe um 22,3 % über dem Produktionsniveau des entsprechenden Vorjahreszeitraums.

 


Die Produktion im Produzierenden Gewerbe zeigt sich zu Anfang diesen Jahres mit einer wieder beschleunigten Aufwärtsdynamik. Das Bauhauptgewerbe dürfte dabei abgesehen von der positiven konjunkturellen Entwicklung insbesondere von der anhaltend milden Witterung profitiert haben. Die robuste Entwicklung der Erzeugung im konjunkturell wichtigen industriellen Bereich sowie die nach wie vor gute Auftragslage der Unternehmen deuten darauf hin, dass die zu Anfang des Jahres befürchtete konjunkturelle Delle geringer ausfallen könnte als befürchtet.

 


Wie das Statistische Bundesamt mit seiner Pressemitteilung vom 6. März meldete, wurde der Berichtskreis im Verarbeitenden Gewerbe für die Auftragseingangs- und Produktionsstatistik verändert. Um Unternehmen von Berichtspflichten zu entlasten, werden ab Berichtsmonat Januar monatlich nur noch Betriebe mit 50 und mehr - bisher 20 und mehr - Beschäftigten befragt.

Quelle: BMWi - Pressemitteilung vom 08.03.07