Betriebswirt. Beratung -

Entwicklung der Produktion im Produzierenden Gewerbe Mai 2007

Die Erzeugung im Produzierenden Gewerbe hat sich im Mai vorläufigen Angaben zufolge preis- und saisonbereinigt wieder merklich um 1,9 % erhöht. Sie war im Monat zuvor nach leichter Aufwärtskorrektur um 2,1 % zurückgegangen. Die maßgeblichen Impulse für die aktuelle Produktionsbelebung kamen aus dem Bereich der Industrie. Die Erzeugung nahm hier deutlich um 2,3 % zu. Die Produktion im Bauhauptgewerbe erhöhte sich leicht um 0,3 %.

Im Zweimonatsvergleich (April/Mai gegenüber Februar/März) ging die Gesamterzeugung im Produzierenden Gewerbe um 1,0 % zurück. Dämpfend wirkte sich vor allem der kräftige Rückgang der Erzeugung im Bauhauptgewerbe um 8,5 % aus. Die industrielle Erzeugung war nur leicht rückläufig (-0,8 %). Im Dreimonatsvergleich (März/April/Mai gegenüber Dezember/Januar/ Februar) nahm die Industrieproduktion dagegen weiter zu (+0,7 %). Die Abnahme im Zweimonatsvergleich ging auf Produktionsrückgänge bei den Vorleistungs- und Investitionsgüterproduzenten zurück  (-1,3 % bzw. -1,0 %). Die Konsumgüterhersteller erhöhten dagegen ihren Ausstoß um 0,5 %.

Das Vorjahresniveau überschritt die Erzeugung im Produzierenden Gewerbe im April/Mai arbeitstäglich bereinigt um 4,3 %. Während die Industrieproduktion weiter deutlich über dem Stand des Vorjahres notierte (+5,8 %), lag die Erzeugung im Bauhauptgewerbe erstmals wieder darunter (-2,2 %).

 


Die im Vormonat durch den Brückentageffekt beeinflusste Abschwächung der Erzeugung im Produzierenden Gewerbe wurde im Mai nahezu kompensiert. Treibende Kraft dieser Entwicklung war die Industrie. Angesichts der deutlich aufwärts gerichteten Nachfrage nach industriellen Erzeugnissen dürfte die Produktionsdynamik alsbald wieder zunehmen. Beim Bau ist die angesichts des milden Winters nunmehr entsprechend schwächere Frühjahrsbelebung in Rechnung zu stellen. Die Grunddynamik der Produktionstätigkeit im Produzierenden Gewerbe ist weiterhin intakt. Hiervon zeugt auch die anhaltend zuversichtliche Stimmung der Unternehmen.

Quelle: BMWi - Pressemitteilung vom 09.07.07