Betriebswirt. Beratung -

Entwicklung des Auftragseingangs in der Industrie Dezember 2006

Die Auftragseingänge in der Industrie sind vorläufigen Angaben zufolge im Dezember gegenüber dem Vormonat preis- und saisonbereinigt leicht um 0,2 % zurückgegangen, nachdem sie im Monat zuvor abwärts revidiert um 0,8 % gestiegen waren.

Impulse für die Bestelltätigkeit kamen zuletzt erneut von einem überdurchschnittlichen Umfang an Großaufträgen. Innerhalb der industriellen Hauptgruppen hatten die Hersteller von Vorleistungs- und Investitionsgütern Nachfragezuwächse von 0,3 % bzw. 0,6 % zu verzeichnen, während sich das Ordervolumen bei den Konsumgüterproduzenten - maßgeblich aufgrund eines kräftigen Rückgangs der Auslandsnachfrage nach Konsumgütern - um 4,9 % verringerte. Leicht positive Impulse für die Bestelltätigkeit in der Industrie kamen im Dezember aus dem Inland (+0,2 %). Die Auslandsnachfrage nahm um 0,4 % ab.

Im Zweimonatsvergleich (November/Dezember gegenüber September/Oktober) stiegen die Auftragseingänge in der Industrie um 0,4 %. Dies war auf eine Zunahme der Bestelltätigkeit bei den Herstellern von Vorleistungsgütern um 1,1 % sowie bei den Konsumgüterproduzenten um 1,3 % zurückzuführen. Leicht rückläufig entwickelte sich die Nachfrage nach Investitionsgütern (-0,2 %). Während sich die Inlandsbestellungen in der Industrie leicht abschwächten (-0,2 %), nahm die Auslandsnachfrage um 1,1 % zu.

 


Ihren Vorjahresstand überschritten die Bestellungen in der Industrie insgesamt im November/Dezember um 3,9 %. Die Inlandsaufträge lagen dabei um 5,1 % und die Auslandsaufträge um 2,9 % über dem Vorjahresniveau. Die Vorjahresabstände haben sich damit insgesamt wieder verringert.

 


Nach überaus lebhafter Entwicklung im dritten Quartal 2006 hat sich die Bestelltätigkeit in der Industrie im Schlussquartal des vergangenen Jahres bei teilweise spürbaren Schwankungen in den Einzelmonaten eher seitwärts entwickelt. Das Niveau der Nachfrage hat sich gemessen an den Vorjahresabständen verringert, ist aber weiterhin historisch ausgesprochen hoch. Die Auftragslage der Unternehmen dürfte daher nach wie vor gut sein. Es ist mit einer weiterhin aufwärts gerichteten Industrieproduktion zu rechnen.

Quelle: BMWi - Pressemitteilung vom 06.02.07