Vor den Auswirkungen des zunehmenden Fachkräftemangels auf die deutsche Wirtschaft warnten das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) und der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) am vergangenen Montag in Berlin.
Anlass der gemeinsamen Pressemitteilung war die Vorstellung einer Analyse des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln zum Thema "Wertschöpfungsverluste durch nicht besetzbare Stellen beruflich Hochqualifizierter in Deutschland". Darin beziffern die Wirtschaftswissenschaftler den durch nicht oder nur verzögert zu besetzende Stellen verursachten Wertschöpfungsverlust auf rund 18,5 Milliarden Euro.
Nach Einschätzung von BMWi und DIHK ist der Fachkräftemangel in den akademischen Fachbereichen Technik, Mathematik, Informatik und Naturwissenschaften sowie bei Technikern besonders gravierend. Durch den demografischen Wandel werde sich die Situation noch verschärfen.
Der DIHK plädiert daher für ein umfassendes Maßnahmenpaket mit drei Hauptzielrichtungen. Dazu Martin Wansleben, Hauptgeschäftsführer des DIHK: "Erstens müssen wir die Beschäftigungsquoten von Älteren und qualifizierten Eltern weiter anheben. Zweitens müssen wir unsere Kraftanstrengungen im Aus- und Weiterbildungsbereich intensivieren – der Ausbildungspakt ist hier ein erfolgreicher Einstieg. Drittens ist es unerlässlich, den Arbeitsmarkt für qualifizierte Ausländer stärker als bisher zu öffnen."
Das komplette Statement finden Sie hier zum Download:
Pressemitteilung
Quelle: Gemeinsame Pressemitteilung von DIHK und BMWi - vom 25.10.07