Betriebswirt. Beratung -

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung 2006 - weit besser als erwartet

Reformen wirken, auch die Binnenwirtschaft kommt in Fahrt

Im Jahr 2006 lag das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahresdurchschnitt um real +2,5 % über dem Vorjahresniveau. Kalenderbereinigt betrug die Zunahme 2,7 %. Dies war das höchste Wachstum seit dem Jahre 2000. Nach einer langen Schwächephase war 2006 das Jahr des Aufschwungs. Dieses gute Ergebnis ist eine solide Basis für die Fortsetzung des Aufschwungs im Jahre 2007.

Der Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Michael Glos, zu den Ergebnissen:

 

"Die Zahlen sind beeindruckend. 2006 war für Deutschland ein Erfolgsjahr. Der Exportweltmeister ist jetzt auch Konjunkturlokomotive. Wir haben allen Grund, mit Optimismus nach vorne zu blicken. Die Ergebnisse des Statistischen Bundesamtes bestätigen, dass wir wirtschaftspolitisch auf dem richtigen Kurs sind. Wichtig ist: Viele Menschen haben den Sprung von der Arbeitslosigkeit in eine Beschäftigung geschafft. Jetzt geht es darum, unsere erfolgreiche Strategie beherzt fortzusetzen und den Aufschwung für weitere Reformen zu nutzen."

 


Das Wachstum war zu drei Vierteln von der Inlandsnachfrage getragen. Aber auch der Außenhandel bewies einmal mehr die gute Verfassung und die hohe Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Unternehmen. Die Exporteure gewannen weitere Marktanteile am Welthandel. Der Export von Waren und Dienstleistungen nahm um preisbereinigt 12,4 % zu. Der außenwirtschaftliche Zündfunke sprang im vergangenen Jahr nach fünf schwachen Jahren auf die Binnenwirtschaft über. Die Unternehmen investierten auch angesichts der sehr guten Gewinnlage wieder verstärkt in neue Ausrüstungen und das heißt in zukunftsfeste Arbeitsplätze.

 


Die für die Beschäftigung wichtigen Ausrüstungsinvestitionen legten um 7,3 % zu. Die Kapazitäten wurden merklich ausgeweitet. Die deutsche Bauwirtschaft scheint die lange Abwärtsentwicklung 2006 überwunden zu haben. Trotz der kalten Witterung zu Jahresbeginn konnte im Gesamtjahr 2006 das Vorjahresergebnis preisbereinigt um 3,6 % übertroffen werden. Zur Erholung des Privaten Konsums trug vor allem die sich verbessernde Lage auf dem Arbeitsmarkt bei.


Die Trendwende am Arbeitsmarkt wurde 2006 geschafft. Die Beschäftigung nahm nach einem langen Abwärtstrend endlich wieder zu. Im Jahresdurchschnitt stieg die Zahl der Erwerbstätigen um 0,7 % (etwa 260 000 Personen). Besonders erfreulich war, dass sich die positive Entwicklung verstärkt im Bereich der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung bemerkbar machte. Die Zahl der registrierten Arbeitslosen sank im Jahr 2006 noch deutlicher auf im Durchschnitt 4,49 Mio. (-374 000) Personen.

 


Die Preisentwicklung im vergangenen Jahr verlief trotz der zeitweilig starken Energieverteuerung moderat. Die Verbraucherpreise - gemessen am Deflator des privaten Konsums - stiegen um 1,4 %. Die Lohnstückkosten sanken abermals spürbar und trugen wesentlich zur Preisstabilität in Deutschland sowie zur internationalen Wettbewerbsfähigkeit deutscher Produkte bei.

 


Am 31.01.2007 wird die Bundesregierung mit dem Jahreswirtschaftsbericht über ihre Wirtschafts-, Finanz-, und Arbeitsmarktpolitik im laufenden Jahr informieren und die von ihr erwartete konjunkturelle Entwicklung in der Jahresprojektion für 2007 darlegen.

Quelle: BMWi - Pressemitteilung vom 11.01.07