Betriebswirt. Beratung -

Hoher Postmindestlohn setzt Signale für andere Wirtschaftszweige

Braun sieht Reformerfolge in Gefahr

Vor der Einführung eines Postmindestlohnes warnt Ludwig Georg Braun, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), anlässlich der Beratungen zum Thema im Koalitionsausschuss.

Braun: "Einigt sich die Koalition auf einen Postmindestlohn, befürchte ich, dass dies die Begehrlichkeit vieler anderer Branchen auf einen Mindestlohn weckt.

Damit würden zentrale Reformerfolge aufs Spiel gesetzt und letztlich Hunderttausende von Jobs für Geringqualifizierte gefährdet. Der beschäftigungspolitische Schaden wird sich spätestens in der nächsten konjunkturellen Abkühlung bemerkbar machen.

Gerade kleinere Dienstleistungsunternehmen in Ostdeutschland sind nicht in der Lage, Stundenlöhne zu zahlen, wie sie derzeit mit Blick auf die Briefzusteller in der Debatte sind. Staatlich vorgeschriebene Mindestlöhne konterkarieren zudem die Liberalisierung des Briefmarktes, der ja gerade durch mehr Konkurrenz Preissenkungen bewirken soll."

Quelle: DIHK - Pressemitteilung vom 12.11.07