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Importpreise September 2006: + 3,7% gegenüber September 2005

Der Index der Einfuhrpreise lag nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes im September 2006 um 3,7% über dem Vorjahresstand. Im August und im Juli 2006 hatte die Jahresveränderungsrate + 5,5% beziehungsweise + 6,3% betragen.

Der Rückgang der Jahresteuerungsrate resultiert daraus, dass die Preise im September 2006 gegenüber dem August rückläufig waren (– 1,3%), während sie im September 2005 gegenüber dem Vormonat um 0,5% gestiegen waren. Dieser Preisanstieg geht somit nicht mehr in die Berechnung der Vorjahresrate ein (Basiseffekt).

Auch im September 2006 sind – wie schon in den Vormonaten – die anhaltende Verteuerung der Nicht-Eisen-Metalle und deren Halbzeug (+ 51,4% gegenüber September 2005) sowie die Preissteigerungen bei Energie (+ 5,2%) die wesentlichen Ursachen für den Anstieg der Einfuhrpreise im Vorjahresvergleich. Bei den Nicht-Eisen-Metallen verteuerte sich vor allem Rohkupfer (+ 92,5%). Im Energiebereich musste wie schon in den Vormonaten besonders für Erdgas mehr bezahlt werden (+ 31,6%). Für rohes Erdöl stiegen im Vergleich zu September 2005 die Importpreise nur noch um 1,5%. Mineralölerzeugnisse wurden um 12,2% billiger. Damit war erstmalig seit März 2004 (– 13,1%) wieder ein Preisrückgang im Vergleich zum Vorjahr für eingeführte Mineralölerzeugnisse zu beobachten. Der Einfuhrpreisindex ohne Erdöl und Mineralölerzeugnisse lag im September 2006 um 4,6% höher als vor einem Jahr.
 
Erhebliche Preissteigerungen gegenüber September 2005 wurden unter anderem auch bei Nicht-Eisen-Metallerzen (+ 36,4%) und Rohaluminium (+ 32,3%) festgestellt. Billiger als vor einem Jahr waren dagegen neben den Mineralölerzeugnissen unter anderem elektronische Bauelemente (– 16,3%) und Datenverarbeitungsgeräte und -einrichtungen (– 21,2%).
 
Gegenüber August 2006 fiel der Einfuhrpreisindex um 1,3%. Mineralölerzeugnisse wurden im Vormonatsvergleich um 14,1% billiger (nach – 1,9% im August und + 3,2% im Juli 2006). Insbesondere Motorenbenzin konnte zu niedrigeren Preisen eingeführt werden (– 20,6% nach – 8,7% im August 2006). Auch rohes Erdöl wurde um 11,6% billiger eingekauft. Die Preise für die Einfuhr von Nicht-Eisen-Metallen und deren Halbzeug veränderten sich gegenüber dem Vormonat praktisch nicht (+ 0,1% nach + 1,0% im August und + 4,0% im Juli 2006). Silber wurde wieder billiger (– 1,8%), nachdem die Preise im Vormonat stark angezogen hatten (+ 5,3% im August 2006). Der Preisrückgang bei der Einfuhr von Rohkupfer setzte sich weiter fort (– 0,6% nach – 0,8% im August 2006). Für die Einfuhr von Erdgas musste wieder mehr bezahlt werden als im Vormonat (+ 1,3% nach – 0,3% im August und + 2,0% im Juli 2006).
 
Der Index der Ausfuhrpreise lag im September 2006 um 2,3% höher als im September 2005. Im August und im Juli 2006 hatte die Jahresveränderungsrate jeweils + 2,7% betragen. Gegenüber August 2006 veränderte sich der Ausfuhrpreisindex nicht.

Quelle: Statistisches Bundesamt - Pressemitteilung vom 25.10.06