Knapp ein Viertel des deutschen Bruttoinlandsproduktes wird in der Industrie (Verarbeitendes Gewerbe) erwirtschaftet. Wie das Statistische Bundesamt zur HANNOVER MESSE vom 16. bis 24. April mitteilt, lag die Bruttowertschöpfung dieses Bereiches in jeweiligen Preisen im Jahr 2006 bei rund 490 Milliarden Euro, das entspricht einem Anteil von 24% an der Summe aller Wirtschaftsbereiche in Deutschland (1970: 37%).
Im Jahr 2006 waren rund 7,4 Millionen Erwerbstätige in diesem Zweig beschäftigt (anteilig 19%), und es wurden rund 315 Milliarden Euro Arbeitnehmerentgelt (anteilig 28%) gezahlt.
In den letzten dreieinhalb Jahrzehnten entwickelte sich die preisbereinigte Bruttowertschöpfung des Verarbeitenden Gewerbes verglichen mit der Gesamtwirtschaft unterdurchschnittlich. Im Zeitraum von 1970 bis 2006 betrug die jährliche Steigerung durchschnittlich 1,5% gegenüber 2,2% gesamtwirtschaftlich, wobei in den Jahren vor 1991 das frühere Bundesgebiet 1,9% beziehungsweise 2,7% erreicht hatte und sich für Deutschland in den Jahren seit 1991 geringere Zuwächse von 1,0% beziehungsweise 1,6% ergaben.
Die Produktivität im Verarbeitenden Gewerbe (preisbereinigte Bruttowertschöpfung je Erwerbstätigen) stieg seit 1970 im jährlichen Durchschnitt um 2,7%, die Lohnkosten (Arbeitnehmerentgelt je Arbeitnehmer) nahmen um durchschnittlich 4,8% pro Jahr zu. Für die Lohnstückkosten (Relation Lohnkosten zu Produktivität) ergab sich damit ein jahresdurchschnittlicher Zuwachs von rund 2,3%. In der Gesamtwirtschaft erbrachten in diesem Zeitraum sowohl die Produktivität mit 1,7% als auch die Lohnkosten mit 3,9% geringere Zuwächse, die gesamtwirtschaftlichen Lohnstückkosten stiegen dagegen mit 2,5% stärker als im Verarbeitenden Gewerbe.
Quelle: Statistisches Bundesamt - Pressemitteilung vom 13.04.07