Betriebswirt. Beratung -

Konjunktur legt geradezu fulminanten Jahreseinstieg hin

Treier: Erfolge nicht aus wahltaktischem Kalkül verspielen

Als Signal dafür, dass sich Reformen auszahlen, bewertet Volker Treier, Chefvolkswirt des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), die gute Entwicklung des Bruttoinlandsproduktes (BIP) im ersten Quartal 2008.

Treier: "Die Konjunktur ist geradezu fulminant ins Jahr gestartet. Die ausgewiesene Wachstumszahl von 1,5 Prozent gegenüber dem Vorquartal bedeutet das höchste Quartalswachstum seit sieben Jahren.

 

 

 

Zwar wird sich das Wachstumstempo angesichts von Belastungsfaktoren wie der verlangsamten US-Konjunktur, der Dollarschwäche und der gestiegenen Rohstoffpreise so nicht fortsetzen. Ein Abgesang auf die Konjunktur – wie bereits vielfach angestimmt – ist aber völlig fehl am Platze.

 

 

Noch erweitern viele deutsche Unternehmen ihre Kapazitäten durch Inlandsinvestitionen – auch dank ihrer guten Positionierung auf den Wachstumsmärkten Asiens, Lateinamerikas sowie Mittel- und Osteuropas. Zudem steigt allmählich die Konsumneigung der Bürger aufgrund der spürbar verbesserten Situation am Arbeitsmarkt.

 

 

 

Selbst wenn die US-Finanzmarktkrise noch weitere Rückschläge in betroffenen Märkten mit sich bringt: Die hart erarbeitete Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Unternehmen bietet Schutz vor einem stärkeren Rückfall der Konjunktur. Mit der guten BIP-Wachstumszahl wird aber auch klar, dass sich Reformen auszahlen.

 

 

 

Wer die Erfolge jetzt aus wahltaktischem Kalkül beispielsweise durch Einschränkungen bei der Zeitarbeit oder durch die Einführung hoher Mindestlöhne verspielt, riskiert damit auch zukünftiges Wachstumspotenzial."

Quelle: DIHK - Pressemitteilung vom 15.05.08