Betriebswirt. Beratung -

Steuersenkungen besser als selektive Mitarbeiterbeteiligungen

DIHK erwartet für Fondskonzept der Regierung wenig Akeptanz

Das am 21.04.2008 von der Bundesregierung vorgestellte Modell für eine Mitarbeiterbeteiligung am Unternehmenskapital sieht der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) skeptisch.

"Die von Union und SPD präsentierten Vorschläge dürften bei der Mitarbeiterkapitalbeteiligung kaum zur erhofften Trendwende führen", prophezeite DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters.

 

 

 

Die Mitarbeiterbeteiligung werde wohl auch in Zukunft weiterhin vor allem für Aktiengesellschaften über das Instrument der Belegschaftsaktien interessant bleiben. Die Alternative, das neue Fondskonzept für indirekte Kapitalbeteiligungen, sei dagegen für kleine und mittlere Unternehmen zu kompliziert und dürfte kaum auf Gegenliebe stoßen.

 

 

Besser wäre es laut Wansleben gewesen, hätte die Regierung alle Arbeitnehmer in den Genuss allgemeiner Steuersenkungen gebracht, statt Mitarbeiterbeteiligungen selektiv zu fördern. Damit wären insgesamt die Spielräume für die private Vermögensbildung gewachsen, und jeder könnte dabei selbst über die Verwendung der zusätzlichen Mittel entscheiden.

 

 

 

Für viele Mittelständler seien Gewinnbeteiligungen weiterhin der einfachere und praktikablere Weg, Mitarbeiter am Erfolg des Unternehmens zu teilhaben zu lassen, sagte der DIHK-Hauptgeschäftsführer.

Quelle: DIHK - Pressemitteilung vom 22.04.08