Junge Unternehmen sollen profitieren Wirtschaftwachstum und Wettbewerbsfähigkeit hängen entscheidend von der Innovationsfähigkeit eines Landes ab. Wer sich im weltweiten Standortwettbewerb behaupten will, muss nicht nur Spitzenleistungen bringen, sondern auch mit überzeugenden Produkten und Dienstleistungen punkten.
Ohne die Gründung neuer Unternehmen als Impulsgeber und Innovationsträger ist Deutschland auf Dauer nicht konkurrenzfähig. Das Wagniskapitalbeteiligungsgesetz will dazu einen entscheidenden Beitrag leisten. Mit ihm wird bewusst nicht Private-Equity insgesamt gefördert. Es unterstützt dort Finanzinvestitionen, wo durch Marktversagen ein Mangel an Kapital entsteht.
Junge Ideen brauchen Kapital
Ohne die entsprechenden finanziellen Mittel kann sich selbst die beste Idee nicht zum marktfähigen Produkt oder einer Dienstleistung weiterentwickeln. Doch solange die Erfolgschancen unsicher sind und, wenn überhaupt, nur geringe Gewinne erzielt werden, steht in der Regel auch kaum Fremdkapital zur Verfügung. Ohne private Eigenkapital - oder eigenkapitalnahe Finanzierungen, wie sie von Kapitalwagnisbeteiligungen zur Verfügung gestellt werden, ginge den meisten Start-Ups frühzeitig die Luft aus.
Nach einer sehr dynamischen Entwicklung in den neunziger Jahren hat der Beteiligungsmarkt nach dem Platzen der so genannten IT-Blase sein finanzielles Engagement empfindlich zurückgefahren: von 1,6 Mrd. € im Jahr 2000 auf rund 1 Mrd. € in 2006. Im Bereich der Frühphasenfinanzierung fehlt es jungen Unternehmen hinten und vorne an Kapital – eine bedenkliche Schwäche für den Innovationsstandort Deutschland. Ein entscheidender Grund endlich zu handeln: Der Regierungsentwurf zur Modernisierung der Rahmenbedingungen für Kapitalwagnisbeteiligungen (MoRaKG) setzt genau hier an.
Rahmenbedingungen für Kapitalgeber verbessern
Durch das MoRaKG sollen Finanzinvestoren ermuntert werden, gerade forschungsintensiven Unternehmen mehr Eigenkapital als bisher zur Verfügung zu stellen. Gleichzeitig eröffnet sich jungen, hoch innovativen Unternehmen die Chance, neue und gut bezahlte Arbeitsplätze zu schaffen. Denn gerade forschungsintensive oder (hoch)technologieorientierte Unternehmen sind auf hervorragend ausgebildete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angewiesen. Vor dem Hintergrund der Wachstums- und Beschäftigungschancen, die in diesem Segment liegen ist die Verbesserung der Rahmenbedingungen für Unternehmensgründungen ein wichtiger Baustein der Innovationspolitik.
Quelle: bmf - Meldung vom 06.06.08