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Wansleben: "Devisenmarktinterventionen wirken nur kurzfristig"

DIHK rechnet nicht mit weiterem Absacken des Dollar

Die jüngsten Rekordstände des Euro gegenüber dem Dollar bilden nach Einschätzung des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) keine ernsthafte Bedrohung für die deutsche Konjunktur.

"Mögliche Devisenmarktinterventionen, wie des Öfteren von Frankreich gefordert, versprechen allenfalls kurzfristige Effekte", sagte DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben der Nachrichtenagentur Reuters. "Sie sind daher nicht zu empfehlen."

 

 

 

Wünschenswert sei dagegen, dass die USA ihre Verschuldungssituation in den Griff bekomme – und damit den eigentlichen Grund für den schwachen Dollar angehe.

 

 

Dass die deutsche Exportwirtschaft mit den Rekordständen des Euro bislang umgehen konnte, liegt nach Einschätzung von Wansleben "am harten Sanierungskurs der Unternehmen sowie an einigen richtigen wirtschaftspolitischen Weichenstellungen der letzten Jahre". Es zeige sich, dass eine investitionsfreundliche Standortpolitik Schutz vor Wechselkursturbulenzen biete, so der DIHK-Hauptgeschäftsführer.

 

 

 

Trotz des gestiegenen Euro-Kurses und der kletternden Ölpreise hält der DIHK ein Wirtschaftswachstum von zwei Prozent weiterhin für möglich. Die hohe Nachfrage aus Schwellenländern und rohstoffexportierenden Regionen insbesondere nach deutschen Investitionsgütern gleiche das gedämpfte US-Geschäft mehr als aus, so Wansleben. Aus Sicht der inländischen Konsumenten und Unternehmen federe der gestiegene Euro den Anstieg beim Ölpreis merklich ab.

 

 

 

Auch hätten die USA gezeigt, dass sie sich mit flexiblen Arbeits- und Gütermärkten schnell von konjunkturellen Schwächezeiten erholen könnten. "Insofern ist nicht mit einem weiteren Absacken des Dollar zu rechnen", sagte Wansleben. "Klar ist aber auch: Kurzfristig kann es immer zu charttechnisch bedingten Ausschlägen nach oben oder nach unten kommen."

Quelle: DIHK - Pressemitteilung vom 28.02.08