DIHK-Konjunkturumfrage Herbst 2006 vorgestellt
Nach einem wirklich guten Jahr 2006 lässt der konjunkturelle Schwung in der deutschen Wirtschaft zum Jahreswechsel nach. Das geht aus der aktuellen Konjunkturumfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) hervor.
"Die DIHK-Umfrage zeigt, dass die Geschäftserwartungen der Unternehmen für 2007 schlechter sind als die aktuelle Geschäftslage", berichtete DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben, als er heute in Berlin gemeinsam mit DIHK-Chefvolkswirt Axel Nitschke die Umfrageergebnisse vorstellte. "Das aber bedeutet Konjunkturabkühlung."
Vor dem Hintergrund der Erhebung, die auf mehr als 25.000 Unternehmensantworten beruht, prognostiziert der DIHK für 2007 daher nur ein Wachstum von 1,5 Prozent, nach 2,3 Prozent im laufenden Jahr.
Zurückzuführen ist der Rückgang laut Wansleben vor allem auf die verschlechterten Geschäftserwartungen des Baugewerbes und der verbrauchernahen Branchen: "Die 24 Milliarden Euro zusätzliche Steuern und Abgaben des Jahres 2007 werden der Konsum- und der Bautätigkeit einen heftigen Dämpfer versetzen."
Immerhin seien die anderen konjunkturellen Antriebskräfte weiter intakt: Das Investitionsplus sowie der leichte Beschäftigungsaufbau im Inland setzten sich auch über den Jahreswechsel hinaus fort, so der DIHK-Hauptgeschäftsführer. Tragende Säule der Konjunktur bleibe die Exportwirtschaft; sie gewinne angesichts gestiegener Wettbewerbsfähigkeit sogar Anteile am Welthandel hinzu.
Axel Nitschke erläuterte die Umfrageergebnisse im Detail. "Die Konjunktur lässt ihr Wachstumshoch in den kommenden Monaten bereits hinter sich. Darauf deuten im Herbst 2006 die eingetrübten Geschäftserwartungen der Unternehmen hin", sagte der DIHK-Chefvolkswirt.
Von allen Unternehmen rechnen der Umfrage zufolge jetzt 27 Prozent (Frühsommer: 34 Prozent) für die kommenden zwölf Monate mit besseren Geschäften, 55 Prozent (53 Prozent) mit gleich bleibender und 18 Prozent (13 Prozent) mit einer schlechteren Entwicklung. Der Saldo zwischen den Anteilen der "Besser"- und der "Schlechter"-Erwartungen lag bei 9 Prozentpunkten und damit deutlich unter dem Frühsommerwert, der noch 21 Prozentpunkte betragen hatte. Er liegt aber nach wie vor um 1 Prozentpunkt über seinem langjährigen Durchschnitt.
Lesen Sie die vollständige DIHK-Konjunkturumfrage Herbst 2006 oder gehen Sie für weitere Informationen zum Thema auf www.ihk.de
Quelle: IHK - Pressemitteilung vom 18.10.06