Steuerberatung, Unternehmensnachfolge -

Braun kritisiert "Etikettenschwindel" bei der Erbschaftsteuerreform

Übernahme größerer Unternehmen würde ein großes Wagnis

Dass sich "bei der Erbschaftsteuerreform doch noch die Vernunft durchsetzt", hofft Ludwig Georg Braun, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK).

Für den vorliegenden Entwurf zum Erbschaftsteuergesetz werde mit dem Hinweis geworben, dass er alle Kleinst- und Kleinunternehmer verschone, so Braun. Doch werde die Übernahme eines Unternehmens ab der Vermögensgrenze von fünf Millionen Euro sehr risikoreich. Für den Junior sei es manchmal sicher einfacher, dem Vater die Firma abzukaufen, um die 15-jährige Verpflichtung zu umgehen.

Braun: "Ich bin absolut überzeugt, dass soviel wirtschaftspolitischer Sachverstand in der Unionsfraktion vorhanden ist, dass sie dieses Spiel nicht mitmacht." Hier handele es sich um "Etikettenschwindel".

Zudem werde der Eindruck in den Vordergrund gespielt, nun seien "nur" noch 1.200 – statt wie nach alten Regeln 220.000 – Erbfälle betroffen. "Aber welches Beschäftigtenpotenzial dahinter steckt, hat man völlig ausgeblendet", kritisiert der DIHK-Präsident. Dasselbe gelte für die Risiken, die für die Unternehmen darin lägen, so lange verhaftet zu werden. An dieser Stelle müsse nachgebessert werden.

Quelle: DIHK - Pressemitteilung vom 10.12.07