Steuerberatung -

Deutschland braucht kein Konjunkturprogramm

Frühjahrsgutachten stützt Haushaltslinien des Finanzministeriums

Deutschland braucht kein Konjunkturprogramm Während sich die Weltwirtschaft aufgrund der internationalen Finanzkrise spürbar abschwächen und sich auch der Aufschwung im Euro-Raum nur moderat fortsetzen wird, sagen die acht führenden Wirtschaftsforschungsinstitute für Deutschland ein weiteres Wachstum von 1,8 Prozent voraus. Zwar korrigieren sie damit ihre vorherige Prognose um 0,4 Prozentpunkte leicht nach unten – ab 2009 sei jedoch wieder mit einem Aufwärtstrend der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung zu rechnen.

Damit erweist sich die deutsche Wirtschaft trotz der momentanen Finanzmarktturbulenzen, dem starken Euro und einem deutlichen Ölpreisanstieg insgesamt als bemerkenswert robust.

 

 

 

Laut Frühjahrsgutachten ist in diesem Jahr mit einem weiteren Rückgang der Arbeitslosigkeit um 564 000 Personen zu rechnen. Im nächsten Jahr fällt die Zahl der Arbeitslosen laut Prognose weiter um 237 000 und damit sogar unter die Drei-Millionen-Grenze.

 

 

Trotz eines Anstiegs der Verbraucherpreise um zuletzt 3,1 Prozent sei laut Frühjahrsgutachten mit einer Rezession nicht zu rechen. Für eine Veränderung der Leitzinsen durch die Europäische Zentralbank  (EZB) sehen die Wirtschaftsforschungsinstitute auch vor dem Hintergrund der Bankenkrise und der hohen Inflation derzeit keinen Anlass. Vielmehr raten die Institute von einem Konjunkturprogramm ab und empfehlen stattdessen eine Fortsetzung der Ausgabendisziplin und weiteren Konsolidierung des öffentlichen Haushalts.

 

 

 

Mit dem bisherigen Sparkurs habe die Finanzpolitik in der Vergangenheit bereits viel erreicht, ein Aufweichen dieses Kurses sieht man aus Expertensicht eher kritisch. Mit dieser Einschätzung stützen die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute den von der Bundesregierung eingeschlagenen Sparkurs und geben der Ausgabenpolitik des Finanzministeriums Rückenwind.

 

 

 

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Quelle: BMF - Meldung vom 17.04.08