DIHK-Chefvolkswirt Nitschke zur Wissenschaftsstatistik
Eine innovationsfreundliche Wirtschaftspolitik mahnt Axel Nitschke, Chefvolkswirt des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), angesichts der aktuellen Zahlen der Wissenschaftsstatistik an.
Nitschke: "Die Unternehmen wollen wieder mehr in Forschung und Entwicklung (FuE) investieren. Das ist erfreulich. Wichtig ist, dass die Politik diesen positiven Trend jetzt nicht durch eine Besteuerung von Funktionsverlagerungen schwächt.
Die gute Konjunktur und die bessere Gewinnsituation versetzen die Unternehmen in die Lage, endlich wieder mehr in Forschung und Entwicklung zu investieren. Diese Investitionen sind notwendig, damit die Produkte deutscher Unternehmen im weltweiten Wettbewerb hinreichend innovativ werden.
Deshalb wäre es vollkommen unverständlich, wenn zum Beispiel schon die Entsendung von Mitarbeitern an ausländische Tochterunternehmen künftig besteuert wird.
Diese Neuregelung würde dafür sorgen, dass international tätige Unternehmen FuE-Investitionen ins Ausland verlagern, weil sie steuerliche Nachteile und Unwägbarkeiten fürchten müssen. Die Regelungen sind ein Investitionshemmnis und schwächen den FuE-Standort Deutschland."
Quelle: DIHK - Pressemitteilung vom 01.02.07