DIHK-Präsident Braun mahnt unbürokratische Umsetzung an
Grundsätzlich positiv bewertet Ludwig Georg Braun, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), die Pläne der Regierungskoalition, die Zuwanderung ausländischer Fachkräfte nach Deutschland zu erleichtern.
Braun: "Schon jetzt fehlen 400.000 Fachkräfte hierzulande – eine stärkere Öffnung des deutschen Arbeitsmarktes für qualifizierte Ausländer ist deshalb eine gute Nachricht für alle.
Das Aktionsprogramm der Bundesregierung enthält viele gute Ansätze. Vor allem die Absenkung der viel zu hohen Einkommensgrenzen ist wichtig. Sie gibt auch kleinen und mittleren Unternehmen die Chance, hochqualifizierte Ausländer einzustellen.
Immerhin soll für Akademiker aus den 2004 beigetretenen osteuropäischen EU-Mitgliedern die Grenze schon ab nächstem Jahr geöffnet werden. Hier wäre aus Sicht des DIHK mehr Mut wünschenswert – auch Azubis und Facharbeiter werden dringend gebraucht.
In der Praxis wird es ganz entscheidend auf eine möglichst unbürokratische Anwendung der neuen Regelungen ankommen. Das gilt nicht allein mit Blick auf das Zuwanderungsrecht, sondern auch hinsichtlich des geplanten Fachkräfte-Monitoring."
Quelle: DIHK - Pressemitteilung vom 08.07.08