Steuerberatung -

Steuerreform: Politik verunsichert Investoren

IHK-Unternehmensbarometer lässt Milliarden-Ausfälle befürchten

Die aktuellen Pläne der Bundesregierung zur Unternehmenssteuerreform drohen den Investitionsaufschwung zu kippen. Das geht aus dem jüngsten Unternehmensbarometer der Industrie- und Handelskammern (IHKs) hervor.

Der am 14.09.2006 vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) vorgestellten Online-Umfrage zufolge müsste mehr als ein Viertel der Unternehmen bei Realisierung der Reform ihre Investitionen erheblich drosseln.

 


Sollten die diskutierten Pläne umgesetzt werden, rechnet der DIHK auf Basis des IHK-Unternehmensbarometers mit einem Investitionsausfall von jährlich mindestens zehn Milliarden Euro in Deutschland.

 


Zudem bedeuteten die geplanten Modelle zur Besteuerung von Finanzierungsaufwendungen insbesondere für den Mittelstand eine weitere Verkomplizierung des Steuerrechts, kritisiert der DIHK. Deutschland brauche eine Reform der Erbschaftsbesteuerung, mit der Familienunternehmen auch nach dem Generationswechsel erfolgreich fortgeführt werden könnten.
Die vorliegenden Empfehlungen seien jedoch kompliziert und kaum administrierbar. So sei nicht verwunderlich, dass fast ein Drittel der befragten Unternehmen dem Vorhaben die Note "mangelhaft" gebe.

 


Sie finden die Ergebnisse der Umfrage "Reform der Unternehmens- und Erbschaftsteuer" hier zum Download

Quelle: IHK - Pressemitteilung vom 14.09.06