DIHK befürchtet Schaden für Mittelstand und Standort
Am 25.04.3007 befasste sich der Bundestag in einer Anhörung mit dem Thema Unternehmensteuerreform. Martin Wansleben, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), fordert gravierende Änderungen am vorliegenden Gesetzesvorschlag.
Wansleben: "Nur mit Änderungen bei wichtigen Punkten kann die Unternehmensteuerreform noch gelingen. Ich hoffe sehr, dass Bundestag und Bundesrat die schwerwiegenden Bedenken der Wirtschaft ernst nehmen und da nachjustieren, wo dem Finanzminister offenbar die Kraft fehlte.
Sonst wird die geplante Besteuerung von Zinsen im Rahmen der Zinsschranke und bei der Gewerbesteuer zu einer Investitionsbremse für den Mittelstand, der im Inland Kredite aufnimmt, um mit diesem Geld innovative Produkte zu entwickeln und so Beschäftigung zu schaffen.
Die mittelständischen Familienunternehmen dürfen darüber hinaus nicht die Verlierer der Reform sein. Wir brauchen hier in jedem Falle einen Freibetrag, damit die Steuerlast nicht zum Fallbeil für viele Betriebe wird. Die geplante Besteuerung von internationalen Forschungsaktivitäten birgt weiterhin die Gefahr, dass der Forschungsstandort Deutschland Schaden nimmt.
Der DIHK appelliert deshalb an Bundestag und Bundesrat, jetzt im parlamentarischen Verfahren noch die Weichen richtig zu stellen. Die Weichen zu stellen für mehr Investitionen, für mehr Forschungsaktivitäten und für den Holding-Standort Deutschland."
Quelle: DIHK - Pressemitteilung vom 25.04.07