Gestaltungshinweise

Autor: Stakenkötter

Bedeutung

§ 25c UStG ist eine Sonderregelung für bestimmte Umsätze mit Anlagegold. Die Steuerbefreiungsvorschrift gilt als lex specialis gegenüber den übrigen Steuerbefreiungen des § 4 UStG (vgl. Abschn. 4.4.1 UStAE) und den übrigen Steuerbefreiungen bei innergemeinschaftlichen Erwerben des § 4b UStG. Die Optionsmöglichkeit gilt als lex specialis gegenüber den übrigen Verzichtsmöglichkeiten auf Steuerbefreiungen des § 9 UStG. Neben den allgemeinen Aufzeichnungspflichten des § 22 UStG führt der § 25c Abs. 6 UStG weitere Pflichten auf.

Voraussetzungen

Goldbarren und -plättchen

Steuerbefreit ist gem. § 25c Abs. 2 Nr. 1 UStG, unabhängig vom Herstellungsverfahren, Gold in Barren- oder Plättchenform. Das Gold besteht aus Feingold von mindestens 995/1.000 in firmenspezifischer typisierter eckiger Form mit eingestanzter oder geprägter Angabe des Feingoldgehalts, Gewichts und des Herstellers. Nicht unter die Steuerbefreiung des § 25c UStG fällt unverarbeitetes Gold. Zu diesem sogenannten Industriegold gehören insbesondere Barren mit einem Feingoldgehalt von weniger als 995/1.000 sowie Granalien und Feingoldband in handelsüblicher Form.

Beispiel

Unternehmer A aus Münster liefert einen Goldbarren mit einem von den Goldmärkten akzeptierten Gewicht und einem Feingehalt von mindestens 995/1.000.

Goldmünzen