Schlussabrechnung bei Überbrückungshilfe und anderen Corona-Hilfen: Fristverlängerung beschlossen

Wirtschaft und Steuerberater haben sich lange dafür eingesetzt – jetzt hat die Regierung gehandelt: Die Frist für die Schlussabrechnungen rund um die Überbrückungshilfe und andere Corona-Hilfen wird bis zum 30.6.2023 verlängert.

Bisher endete die Frist für die Abgabe der Schlussabrechnungen am 31.12.2022 – nach Auffassung der Bundessteuerberaterkammer (BStBK) viel zu früh angesichts der Masse der Anträge auf Wirtschaftshilfen und anderer akuter Steuerthemen mit hohem Beratungsbedarf.

Antrag auf Fristverlängerung bis 31.12.2023 in Einzelfällen möglich

Die neue Abgabefrist zum 30.6.2023 gilt für folgende Corona-Hilfen:

  • Paket 1: Überbrückungshilfe I-III, Novemberhilfe, Dezemberhilfe
  • Paket 2: Ü-Hilfe III Plus, Überbrückungshilfe IV

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) stellt darüber hinaus eine weitere Fristverlängerung in Aussicht – auf Antrag bis zum 31.12.2023 über das Onlineportal www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de . Auf demselben Portal werden auch die Schlussabrechnungen eingereicht.

Gleichlauf mit Fristen für Steuererklärungen 2021

Der Antrag auf die weitergehende Fristverlängerung bis zum 31.12.2023 muss spätestens bis zum 31.8.2023 gestellt werden – damit stellt das BMWK nun einen Gleichlauf mit den üblichen Steuerfristen her.

Allgemeine Informationen zur Schlussabrechnung der Corona-Hilfen

Jeder Unternehmer, der Überbrückungshilfe erhalten hat, muss nach buchhalterischem Abschluss die tatsächlich entstandenen Umsätze und Fixkosten melden und nachweisen.

Diese sogenannte Schlussabrechnung muss ebenfalls zwingend durch einen Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, vereidigten Buchprüfer oder Rechtsanwalt erfolgen. Dabei gilt grundsätzlich Folgendes:

  • Sollte sich aus der Schlussabrechnung ergeben, dass eine überhöhte Überbrückungshilfe ausgezahlt wurde, hat eine Rückzahlung zu erfolgen.
  • Sollte sich hingegen ergeben, dass die bisher ausgezahlte Überbrückungshilfe zu gering ist, sind auf Antrag nachträglich Erstattungen möglich.

Beispiel

Frau Schmidt hat bei der Antragstellung angegeben, dass der Umsatzeinbruch verglichen zum jeweiligen Vergleichsmonat 2019 im gesamten Zeitraum Januar bis März 2022 insgesamt 80 % beträgt. Die förderfähigen Kosten gab sie mit monatlich 3.000 € an. Frau Schmidt wurde eine Über­brückungshilfe von 8.100 € für den Förderzeitraum Januar bis März 2022 ausgezahlt.

Nach Abschluss des Monats März 2022 stellt sich heraus, dass der Umsatz in diesem Monat im Vergleich zu März 2019 nur zu 50 % zurückgegangen ist. Die übrigen Werte (Umsätze und Fixkosten) konnten bestätigt werden.

Lösung

Frau Schmidt hat zu Recht Überbrückungshilfe erhalten. Allerdings muss sie 900 € zurückzahlen: Denn für März 2022 hätte sie nur eine Überbrückungshilfe von 1.800 € (= 3.000 € x 60 %) erhalten dürfen. Tatsächlich wurden jedoch 2.700 € (= 3.000 € x 90 %) ausgezahlt. Auch der entsprechend anteilige Eigenkapitalzuschuss ist für März 2022 zurückzuzahlen.

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