Grundsteuerreform ab 2022: Informieren Sie Ihre Mandanten frühzeitig

+++Tipp+++ Wie gehe ich mit der Welle der Feststellungserklärungen in der Kanzlei um? Welche Software hilft mir? Wie wird die Grundsteuer konkret berechnet? Welche Länderregeln gelten gesondert? Antworten in unserem großen Spezialreport Grundsteuerreform 2022   – Hier klicken und kostenlos downloaden.

Die Grundsteuerreform ist beschlossene Sache: Ab dem 01.01.2025 tritt das Gesetzespaket mit dem Grundsteuer-Reformgesetz, dem Gesetz zur Änderung des Grundgesetzes und dem Gesetz zur Änderung des Grundsteuergesetzes zur Mobilisierung von baureifen Grundstücken in Kraft.

Auf Ihre Mandanten kommt die Grundsteuerreform aber schon jetzt zu. Ab 1.1.2022 beginnt ein Megaprojekt der Finanzverwaltung: die Neubewertung von rund 36 Mio. Grundstücken in Deutschland. Was bedeutet das konkret für Ihre Mandanten? Immobilienbesitzer bekommen ab dem 1. Quartal 2022 vom Finanzamt eine Aufforderung, eine Grundsteuererklärung abzugeben – mit einer Frist von nur einem Monat! Viele Mandanten werden dann besorgt zu Ihnen kommen und um Hilfe bitten.

Unser Video „Grundsteuerreform - Was sich für Eigentümer ändert und wie viel Sie künftig zahlen müssen“ veranschaulicht, mit welchen Informationen Sie Ihren Mandanten zielgerichtet weiterhelfen. 

Tipp: Sie möchten dieses Video auch für Ihre Mandanten auf Ihrer Kanzleiwebsite einbinden? Klicken Sie hier, und erfahren Sie mehr über Taxplain - Die Steuer-Erklärvideos.

 

Grundsätzlich gilt bei der neuen Grundsteuer: Das dreistufige Berechnungsverfahren bleibt erhalten, neu ist jedoch die modifizierte Berechnung des Grundbesitzwertes. Künftig wird für die Ermittlung des Grundbesitzwertes neben dem Bodenrichtwert und der Grundstücksfläche auch die Immobilienart und das Baujahr berücksichtigt.

Um Sie auf Mandantenfragen zum Thema Grundsteuerreform vorzubereiten, informieren wir Sie auf diesen Seiten über die neuesten Entwicklungen und geben Ihnen das nötige Praxiswissen an die Hand.

 

Unsere weiteren Beiträge im Überblick:

Die Folgen der Grundsteuerreform – 2022 geht es los!

Grundlage für die Berechnung der Grundsteuer war bisher der Einheitswert, welcher von der Finanzverwaltung für jedes Grundstück gesondert festgestellt wurde. Zukünftig wird für die Berechnung der Grundsteuer nicht mehr auf den Einheitswert, sondern auf den Grundsteuerwert abgestellt.

» Hier erfahren Sie alles über die Folgen der Grundsteuerreform, die neue & bisherige Bewertung, die Öffnungsklausel sowie die praktischen Folgen ab 2022

 

So wird die neue Grundsteuer nach Bundesmodell berechnet

Detaillierte Berechnungsmethode nach Ertragswertverfahren und Sachwertverfahren – mit Besipielrechnungen für Einfamilienhaus und Geschäftsgrundstück.

» Hier mehr erfahren.

 

So wird die neue Grundsteuer nach den Ländermodellen berechnet

Mittlerweile steht fest: Die Mehrheit der Länder setzt das Bundesmodell um, sieben Bundesländer haben sich dagegen entschieden. Das Saarland und Sachsen orientieren sie sich am Bundesmodell und modifizieren dieses geringfügig. Baden-Württemberg, Bayern, Hamburg, Hessen und Niedersachsen gehen jeweils einen ganz eigenen Weg.

» Erfahren Sie hier, welche Regeln in diesen Bundesländern für die Berechnung der Grundsteuer gelten.

 

Ältere Beiträge:

Berechnungsmodell: Jetzt müssen sich die Bundesländer entscheiden

Manche Bundesländer haben sich schon entschieden: Ab dem 01.01.2025 werden sie ihr eigenes Berechnungsmodell für die Ermittlung der Grundsteuer zugrunde legen. Andere Bundesländer folgen lieber dem Bundesmodell.

» Welche Unterschiede zwischen Bundesmodell und Ländermodellen bestehen und was diese Regelungen für die Kommunen, Eigentümer und Mieter bedeuten, lesen Sie hier.

 

Bundesrat gibt Startschuss für die Grundsteuerreform

Am 08. November 2019 hat der Bundesrat der Grundsteuerreform zugestimmt. Nach den Beschlüssen wird die Grundsteuer ab dem 01.01.2025 nach einem neuen System erhoben. Was die Gesetzesbeschlüsse im einzelnen bedeuten und welche Auswirkungen z.B. die Öffnungsklausel auf die Regelungskompetenz der Bundesländer haben wird, lesen Sie hier.

» Welche Regelungen ändern sich mit der Grundsteuerreform zum 01.01.2025? Klicken Sie hier und bringen Sie sich auf den neuesten Stand.

 

Reform der Grundsteuer im Bundestag

Am 21.06.2019 hat das Bundeskabinett drei Gesetzesentwürfe zur Reform der Grundsteuer beschlossen. Nach der ersten Lesung im Bundestag wurde das Gesetzespaket an den federführenden Finanzausschuss zur weiteren Beratung übergeben. Die Zeit drängt, denn bis Ende 2019 muss eine verfassungskonforme Neuregelung stehen. Die vorliegenden Entwürfe lassen aber bereits jetzt interessante Einblicke zu, wohin die Reise bei der Grundsteuer gehen wird.

» In welche Richtung geht die Grundsteuerreform? Klicken Sie hier und lesen Sie jetzt weiter.

 

Gesetzestexte zur Grundsteuerreform

Die Grundsteuerreform besteht aus einem Gesetzespaket, über das zahlreiche Einzelgesetze geändert werden. Maßgeblich für die Reform sind drei Gesetzentwürfe, die Sie hier aufrufen können, ebenso wie den vollständigen Text des Grundsteuerreformgesetzes:

» Gesetz zur Reform des Grundsteuer- und Bewertungsrecht (Grundsteuerreformgesetz - GrStRefG)

» Entwurf eines Gesetzes zur Reform des Grundsteuer- und Bewertungsrechts (Grundsteuer-Reformgesetz - GrStRefG) – Drs. 19/11085

» Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Grundsteuergesetzes zur Mobilisierung von baureifen Grundstücken für die Bebauung – Drs. 19/11086

» Gesetzentwurf zur Änderung des Grundgesetzes (Artikel 72, 105 und 125b) – Drs. 11084

 

BVerfG erklärt Bemessungsgrundlage der Grundsteuer für verfassungswidrig

Lange schon wurde bezweifelt, ob die derzeitigen Regelungen zur Einheitsbewertung als Bemessungsgrundlage für die Grundsteuer noch zeit- und verfassungsgemäß sind. Im Rahmen der Einheitswertermittlung wird auf Grundstückswerte zurückgegriffen, die bereits Jahrzehnte zurückliegen. Nun hat das BVerfG mit aktuellem Urteil vom 10.04.2018 ( 1 BvL 11/14) entschieden, dass die Einheitsbewertung von Grundvermögen in den alten Bundesländern (ab 2002) als verfassungswidrig anzusehen ist.

» Klicken Sie hier und erfahren Sie alles Wichtige zum BVerfG-Urteil zur Grundsteuer – diesen Auftrag hat Karlsruhe der Regierung aufgegeben.

 

Kein Erlass von Grundsteuer bei Leerstand

Interessante Entscheidung zum aktuellen Dauerbrenner „Grundsteuer“: Liegen mehrere Gründe vor, die zu einer Ertragsminderung führen können, so kommt ein Erlass der Grundsteuer nur in Betracht, wenn der maßgebliche Grund außerhalb des Einflussbereichs des Steuerschuldners liegt. So ist eine Nutzungsuntersagung wegen bautechnischer Mängel nicht ursächlich für die Ertragsminderung, wenn der Steuerschuldner unabhängig davon einen Abriss und Neubau plant.

» Sehen Sie hier unsere Besprechung der Entscheidung des FG Hamburg vom 3.7.2018.

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