Aktuelle Informationen zur Istbesteuerung und Sollversteuerung - für Sie als Steuerberater

Rund um die Steuerentstehung der Umsatzsteuer ist dies die große Frage: Liegt eine Besteuerung nach vereinbarten Entgelten (Sollbesteuerung gem. § 16 Abs. 1 UStG 1, § 13 Abs. 1 Nr. 1 Buchst. a) Satz 1 UStG) oder eine Besteuerung nach vereinnahmten Entgelten (Istbesteuerung gem. § 20 UStG), § 13 Abs. 1 Nr. 1 Buchst. b) UStG vor?

Je nach angewandter Besteuerungsform sind der Entstehungszeitpunkt der Umsatzsteuer und damit auch die Folgen unterschiedlich. Häufig kommt es deshalb mit dem Finanzamt zum Streit über die Soll- bzw. Istbesteuerung.

Im folgenden halten wir Sie durch aktuelle Informationen zu dieser Thematik auf dem Laufenden. Klicken Sie in die weiterführenden Beiträge.

 

Umsatzsteuer-Praxis A-Z: Problem, Praxisfälle und Gestaltungshinweise rund um Istbesteuerung und Sollbesteuerung

Sehen Sie hier zusammengefasst die wichtigsten Problemkreise zur Besteuerung nach vereinbarten und vereinnahmten Entgelten. Anhand von Beispielfällen führen wir Sie zur Lösung und geben Gestaltungshinweise für Ihre eigenen Fälle.

Klicken Sie hier und öffnen Sie das Umsatzsteuer-Praxis A-Z zur Soll- und Istversteuerung.

 

Ist-Versteuerung: Wann hat das Finanzamt zugestimmt?

Wann dürfen Steuerpflichtige davon ausgehen, dass das Finanzamt der Berechnung der Umsatzsteuer nach vereinnahmten Entgelten („Ist-Versteuerung“) zugestimmt hat? Das Finanzgericht Köln hat entschieden, dass es für eine konkludente Gestattung ausreicht, wenn das Finanzamt die Berechnung nach vereinnahmten Entgelten erkennen konnte. Ein tatsächliches Erkennen muss dabei nicht feststellbar sein.

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Konkludenter Antrag auf Ist-Besteuerung?

Ein Antrag auf „Ist-Besteuerung“ (Besteuerung nach vereinnahmten Entgelten) kann auch konkludent gestellt werden. Der BFH hat entschieden, dass sich ein solcher Antrag aus der Steuererklärung ergibt, wenn die Umsätze erkennbar auf Grundlage einer Einnahmenüberschussrechnung (EÜR) erklärt worden sind. Die Festsetzung der Umsatzsteuer durch das Finanzamt kann dann die Genehmigung darstellen.

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Voraussetzungen für die Gestattung der Ist-Versteuerung

Für die Gestattung der Ist-Versteuerung nach § 20 UStG ist erforderlich, dass das Finanzamt eine nach außen hin erkennbare Entscheidung trifft. Der bloße Umstand, dass es einen Antrag auf Gestattung der Ist-Versteuerung nicht abgelehnt hat, stellt für sich noch keine Genehmigung dar.

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Keine Berechnung der Umsatzsteuer nach vereinnahmten Entgelten bei einer Steuerberatungs-GmbH

Nach der Entscheidung des 5. Senats des Finanzgerichts Düsseldorf (Az.: 5 K 1105/05 U) hat eine Steuerberatungs- GmbH keinen Anspruch auf eine Berechnung der Umsatzsteuer nach vereinnahmten Entgelten. Nach § 20 Abs. 1 Nr. 3 des Umsatzsteuergesetzes könne das Finanzamt auf Antrag die Berechnung der Umsatzsteuer nach vereinnahmten Entgelten gestatten, soweit der Unternehmer Umsätze aus seiner Tätigkeit als Angehöriger eines freien Berufes im Sinne des § 18 Abs. 1 Nr. 1 des Einkommensteuergesetzes ausführe.

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